Zirkuspädagogik

Allgemeines zum Kinder- und Jugendzirkus

Die schillernde und phantasievolle Welt des Zirkus´ faszinierte Kinder und Erwachsene seit jeher. Mit seinem Flair und seinem Hauch von Exotik weckt der Zirkus die Neugier insbesondere von jungen Menschen.
Die Motivation von Kindern und Jugendlichen, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, Zirkuskünste zu erlernen, diese vor einem Publikum zu zeigen und somit in die geheimnisvolle Zirkuswelt einzutauchen, ist daher besonders groß.

In den letzten Jahren wurde der hohe pädagogische Wert der Zirkusarbeit zur Förderung der Persönlichkeit und des sozialen Lernens von Kindern und Jugendlichen zunehmend auch in Fachkreisen anerkannt.
Seitdem ist ein sprunghafter Anstieg der Tätigkeiten im Bereich des Kinder- und Jugendzirkus´ zu verzeichnen.

In Sportvereinen, Jugendzentren, Schulen, Kinderheimen oder Kirchengemeinden gibt es mittlerweile viele längerfristige Zirkusprojekte.
Gab es vor 10 Jahren nur einige wenige Zirkusgruppen in Deutschland, so sind es heute bereits mehrere hundert, in denen mehrere tausend Kinder und Jugendliche regelmäßig trainieren und die faszinierende Zirkuswelt immer wieder aufs Neue erleben.

Zur Zirkuspädagogik

Zirkus soll in erster Linie Spaß machen. Das Können und die individuellen Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen sind dabei die Ausgangspunkte. Unter dem Prinzip der Freiwilligkeit werden diese in einer spielerischen Form gefördert und weiterentwickelt.
Egal ob als Jongleur, Akrobat, Einradfahrer, Seiltänzer, Trapezkünstler – Aufgrund der großen Vielfalt der Zirkustechniken findet jeder einen Platz im Zirkus, ob dick oder dünn, klein oder groß, stark oder schwach.

Die Kinder und Jugendlichen lernen an einer Sache, die sie fasziniert und ihnen Spaß macht. Ohne Leistungsdruck können sie eigenen Interessen nachgehen; nicht selten entdecken sie dabei verborgene Fähigkeiten und Talente. Gerade auch für leistungsschwache und verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche bietet der Zirkus so eine Möglichkeit, sich Bestätigung und Anerkennung zu holen.

Spielerische Förderung

Kooperation und gegenseitiges Vertrauen werden in der Zirkusarbeit ebenso gefördert wie Kreativität und Phantasie, die beispielsweise bei der Gestaltung neuer Nummern gefragt sind. Ohne Ausdauer, Konzentration und Disziplin ist das Erlernen neuer Techniken nicht möglich. Die Kinder und Jugendlichen erfahren ihre eigenen Grenzen und erweitern diese ständig bei immer schwerer und komplizierter werdenden Tricks. Grob- und Feinmotorik werden ebenso wie das Gefühl für den eigenen Körper geschult und entscheidend verbessert. Nicht zuletzt gewinnen die jungen Artisten dadurch bedeutend an Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.

Letztlich bekommen die Kinder und Jugendlichen Anregungen, wie sie ihre Freizeit aktiv und sinnvoll verbringen können.

"Zirkuspädagogik: Perspektiven für Bildung und Persönlichkeitsförderung. Analyse des Konzepts der Schule Cirquétudes in Brüssel". Wissenschaftliche Arbeit unserer ehemaligen Trainerin Ute Sallmann
Datei-Download: Zula_Ute_Sallmann.pdf

"Zirkus in der Schule - Ein motorisches und psychosoziales Lernfeld?" Wissenschaftliche Arbeit unseres ehemaligen Trainers Jean-Marc Strecke
Datei-Download: Zula_Jean-Marc_Strecke.pdf

"Akrobatik als Bereicherung des Grundschulsports?" Wissenschaftliche Arbeit unserer Trainerin Bianka Fuhro
Datei-Download: Zula_Bianka_Fuhro.pdf

"Der gemeinsame Salto - Circus als sozialpädagogisches Medium". Diplomarbeit von Michael Zach
Datei-Download: Diplomarbeit_Michael_Zach.pdf

Jonglieren verbessert die räumlich-kognitiven Fähigkeiten
Datei-Download: Jonglieren_verbessert_die_raeumlich-kognitiven_Faehigkeiten.pdf

Manege frei! Sehr gute Anleitung der AOK für den Einsatz Zirkuspädagogischer Übungen in der Schule.
Datei-Download: AOK-Zirkus.pdf

Der Paletti-Einradführerschein
Datei-Download: Paletti-Einradfuehrerschein.pdf